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Analysen: AfD gewinnt im Osten besonders viele Stimmen

Analysen: AfD gewinnt im Osten besonders viele Stimmen

Die AfD hat nach den ersten Hochrechnungen mehr als 13 Prozent der Stimmen bekommen. Doch wer hat die AfD eigentlich gewählt?

Besonders stark profitierte die AfD demnach von bisherigen Nichtwählern. Dennoch überzeugte das die Wähler nicht: Laut Infratest dimap waren 66 Prozent der Befragten der Ansicht, dass sich Schulz nicht klar genug gegen Merkel positioniert habe.

Dass sie beim Einzug ins Parlament als drittstärkste Kraft in den Startblöcken steht, hatte die Alternative für Deutschland vor allem dem Osten Deutschlands zu verdanken. Dort stimmten laut Infratest 26 Prozent der Männer für die Rechtspopulisten. Eine mögliche Erklärung: Die Menschen über 70 dürften noch eine ebenso lebendige wie schreckliche Erinnerung daran haben, was Nationalisten anrichten können. Dazu passt, dass AfD-Wähler die Partei für sehr kompetent halten, wenn es um Kriminalitätsbekämpfung (82 Prozent) und Flüchtlingspolitik geht (78). Doch auch im Kreis der Union-Wähler wilderte die AfD und warb eine knapp siebenstellige Wählerzahl ab. Der AfD bescheinigte er, eine Mischung aus ungutem Gefühl und Politik im konservativen bis reaktionären Spektrum zu sein.

Daten lügen nicht: Die rechtsradikale AfD wird in Ostdeutschland zweitstärkste Partei und liegt knapp hinter der CDU. Die CDU würde nach dem Zwischenstand auf 26,9 Prozent (2013: 34,8 Prozent) kommen, die SPD erhielte 17,5 (23,1) und die Linke 16,7 Prozent (22,4).

"Gemein": Kritik an Trumps aggressiver UN-Rede
Nichtsdestotrotz ließ er keinen Zweifel aufkommen, als größter Beitragszahler die Weltgemeinschaft weiterhin zu unterstützen. Etwas spitz formuliert: Trumps Rede war eigentlich eine Zusammenfassung seines Twitter-Feeds der vergangenen Monate.


Insgesamt haben 30 Prozent der Wähler ihre Entscheidung aus Protest getroffen: Sie entschieden sich für eine Partei, weil sie von den anderen enttäuscht sind.

Als weiteren Grund für das starke AfD-Abschneiden verwiesen die Wahlexperten auf das "Top-Thema Flüchtlinge", bei dem sich lediglich 35 Prozent aller Befragten am ehesten von der CDU/CSU vertreten fühlten. Sogar 55 Prozent der AfD-Wähler stört das. Sie hätten der Partei doppelt so oft die Stimme gegeben wie Frauen. Unter den AfD-Wählern setzten sogar 60 Prozent ihr Kreuz bei der AfD aus Frust über die anderen Parteien.

In Brandenburg zeichnete sich nach der Auszählung von mehr als 60 Prozent der Wahllokale ein massiver Zugewinn für die AfD ab.

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