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Trump will Kinder von Einwanderern abschieben

Trump will Kinder von Einwanderern abschieben

Maßnahmen gegen Einwanderer kommen bei Trumps Anhängern gut an.

Jose teilt das Schicksal der rund 800.000 registrierten "Dreamer", deren Leben über Nacht von Unsicherheit und Zukunftsangst bestimmt wird. Schon unmittelbar zuvor kam es zu Protesten dagegen in Washington. 2012 hatte US-Präsident Barack Obama das Programm "Deferred Action for Childhood Arrivals" (DACA) geschaffen, um sie sie zu schützen.

Als Antwort machte Obama von seinem Initiativrecht Gebrauch und sicherte unter strengen Kriterien junge Latinos ab, die aus Mexiko und Zentralamerika von ihren Eltern der besseren Lebenschancen wegen in die USA gebracht worden waren. Dies sei nicht geschehen, bis er selbst mit einer Präsidenten-Anordnung zur Tat geschritten sei.

800'000 junge Menschen können weiter hoffen: Der US-Präsident hat seinen umstrittenen Programmstopp relativiert.

Die Entscheidung der Trump-Regierung, ein Schutzprogramm für junge Migranten abzuschaffen, hat in den USA zu unterschiedlichen Reaktionen geführt. Etwa ein Drittel der DACA-Teilnehmer seien aufs College gegangen. Bewerber müssen zum Zeitpunkt der Einsetzung von DACA jünger als 31 Jahre alt gewesen sein. Der Kongress hatte ein Gesetz für die "Dreamer" (Träumer) blockiert, weshalb Obama das Dilemma per Federstrich, sprich per Dekret, löste. Trump will ein Präsident für "Recht und Ordnung" sein, ein Präsident der Rechten, aber auch ein beliebter Präsident. Grund zwei ist Trumps Anhängerschaft. Etwas kaputtzumachen, was Obama aufgebaut hat, auch.

Nach Diebstahl-Serie | Ladeninhaberin verbietet "Asylanten" den Zutritt
Gegenüber der Zeitung beklagt die Ladenbesitzerin, dass sie in letzter Zeit vermehrt Opfer von Ladendieben wurde. In der bayerischen Kleinstadt Töging sorgt ein Zettel am Schaufenster eines Ladens für Gesprächsstoff.


In den vergangenen Wochen hatte Trump immer wieder betont, dass es sich dabei für ihn um eine "schwierige Entscheidung" handle. "Eine große Liebe für sie", sagte Donald Trump, kurz nachdem Justizminister Jeff Sessions verkündet hatte, dass die Regierung die DACA-Regelung zurücknimmt. Warum regen sich bei den "Dreamers" dann alle so auf?

Sessions, der als knallharter Einwanderungsgegner bekannt ist, sagte, die "Dreamers" hätten Amerikanern die Arbeit weggenommen. "Nach Monaten der Angst und der Furcht um ihre Zukunft sehen sich diese mutigen jungen Menschen nun der Abschiebung ausgesetzt", heißt es in der vom Konferenzvorsitzenden, Kardinal Daniel N. DiNardo, und anderen Kirchenführern unterzeichneten Erklärung. Amerikanischer als die "Dreamers" könne man kaum sein - und nun, so die Sorge, könnten Hunderttausende über Nacht von Deportationen bedroht sein.

Nein, sondern aus einer breiten Front. Auch Apple-CEO Tim Cook erklärte in einer Mitteilung, dass er erschüttert sei, dass 800.000 Amerikaner, darunter auch 250 Apple-Angestellte, vielleicht bald das einzige Land verlassen müssten, das sie jemals ihr Zuhause genannt hätten. Sie sagen, die "Dreamers" seien vollständig integrierte, wertvolle Mitarbeiter. Die Abschiebung, die den "Dreamern" zwangsläufig droht, da Obamas Order nichts mehr gilt, wird für sechs Monate ausgesetzt.

Wie gespalten die Meinungen in der US-Hauptstadt über den Rechtsstatus der jungen Migranten sind, zeigt zudem die Stellungnahme der Heimatschutzministerin Elaine Duke: "Wir wollen einen ordentlichen Übergang, bis der Kongress eine dauerhafte Regelung gefunden hat".

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