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Trump droht Nordkorea mit "Feuer und Wut"

Trump droht Nordkorea mit

Präsident Donald Trump habe seinerseits mit seiner Warnung eine "starke Botschaft" ausgesendet, sagte Tillerson am Mittwoch auf dem Weg nach Guam im Flugzeug. Seit Donald Trump in seinem Golfklub im lauschig verschlafenen Bedminster, New Jersey, verkündete, er werde Nordkorea mit "Feuer und Wut" begegnen, wie es die Welt noch nicht gesehen habe, fällt das Urteil gestandener Außenpolitiker ziemlich einhellig aus.

Zuvor hatten einflussreiche Politiker beider US-Parteien den Präsidenten kritisiert. Das hätte Einfluss über die ostasiatische Region hinaus.

Ob der kommunistische Staat den Atomsprengkopf bereits getestet hat, ist unbekannt. Das japanische Verteidigungsministerium kommt zu dem gleichen Schluss. Die jetzt bekanntgewordene Entwicklung sei für Nordkorea ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu einer vollwertigen Atommacht. Nach Einschätzung der USA verfügt Nordkorea über das Potenzial für bis zu 60 Atomwaffen. Bei einem Besuch in Bangkok drängte er die thailändische Regierung, schärfer gegen mutmaßliche nordkoreanische Strohfirmen vorzugehen, um Finanzquellen des Landes auszutrocknen. Allerdings reagiert er gerade in seiner Nordkorea-Politik bisher kaum anders als andere US-Präsidenten vor ihm.

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Der Weltklimavertrag hat zum Ziel, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Die Vereinten Nationen bestätigten den Eingang der entsprechenden Mitteilung der USA und bedauerten die Entscheidung.


Trumps Rhetorik lässt sich durchaus als Androhung eines präventiven Atomschlags interpretieren. Mit seinem "Feuer-und-Zorn"-Auftritt hat der Commander-in-Chief der größten Streitmacht der Erde ohne Not eine rote Linie gezogen". Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, gaben sich die südkoreanische Chefdiplomatin Kang Kyung Wha und ihr nordkoreanischer Kollege Ri Hong Yo in der philippinischen Hauptstadt die Hand. In der Regel bemühten sich Amtsinhaber, Krisen nicht mit Worten zu verschärfen.

"Ich bezweifle allerdings, dass es hilfreich ist, sich rhetorisch in die von Kim Jong-un gewünschte Eskalationsspirale zu begeben". Ein Sprecher des nordkoreanischen Militärs sagte der staatlichen Agentur zufolge, man werde auf einen möglichen "Präventivkrieg" der US-Streitkräfte mit einem "totalen Krieg" reagieren, der "sämtliche Stützpunkte des Gegners ausrotten wird, auch auf dem US-Festland". "Und ich bin nicht sicher, dass Präsident Trump bereit zum Handeln ist". "Es ist klassisch Trump, dass er übertreibt". "Gegenüber Nordkorea müssen wir hart und mit Bedacht vorgehen", sagte Senator Chuck Schumer in einer Stellungnahme. Ähnlich äusserten sich diverse aussenpolitische Beobachter in Washington. Trump selbst verortet sich in der Presbyterianischen Kirche, einer der großen protestantischen Kirchen der USA. Neben B-52-Langstreckenbombern hat die Armee dort auch einen U-Boot-Verband und Tausende Soldaten stationiert. Denn jede US-Militäraktion gegen Nordkorea würde Südkorea in existenzielle Gefahr bringen: Die Hauptstadt Seoul ist nur einen Steinwurf von Nordkorea entfernt - da braucht das Regime nicht mal Langstreckenraketen, um eine Metropole mit zehn Millionen Einwohnern ins Chaos zu stürzen. Deutschlands Außenminister Sigmar Gabriel rief Nordkorea und die USA auf, Drohungen mit einer militärischen Eskalation zu unterlassen. Doch gibt es auch Skepsis unter US-Experten, ob Nordkorea zu einem solchen Angriff überhaupt technisch in der Lage ist.

Südkorea hatte vor Kurzem erklärt, nun doch ein temporäres amerikanisches Raketenabwehr-System auf seinem Boden installieren lassen zu wollen, obwohl dies auf heftige Kritik aus China stösst. Der Parteivorsitzende wird mit den Worten zitiert: "Friede wird kommen, wenn wir ein Gleichgewicht der Kräfte erreichen". Auch Japan will angesichts der verschärften Sicherheitslage aufrüsten.

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