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Israel schließt Büro des Nachrichtensenders Al-Dschasira

Israel schließt Büro des Nachrichtensenders Al-Dschasira

Die Sicherheit komme vor dem Recht auf Meinungsfreiheit.

Der Nachrichtensender Al Jazeera mit Sitz in Doha muss mit einer Schließung seines Büros in Israel rechnen.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu fand schon letzte Woche, dass ihm der TV-Sender al-Jazeera wegen der Berichterstattung über den Streit um den Tempelberg in Jerusalem ein Dorn im Auge sei. Der Sender hat seine Zentrale im Emirat Katar.

Noch vor wenigen Tagen hatte sich Israels Premierminister Netanjahu auf Facebook bitter über Al Dschasira beschwert. Israelversuche auf undemokratische Weise, den Sender mundtot zu machen, hieß es in einer Stellungnahme am Montag. Auch die israelische Bürgerrechts-Organisation ACRI (Association for Civil Rights in Israel) bezeichnete dies als einen weiteren Schritt in einer Serie von Maßnahmen gegen jeden, der die Politik der Regierung kritisiert. Vertreter Israels haben Al-Dschasira schon in der Vergangenheit vorgeworfen, Partei gegen den jüdischen Staat zu ergreifen. Das Regierungspresseamt, das für die Vergabe und den Entzug der Presse-Akkreditierungen zuständig ist, hat nach eigenen Angaben zunächst eine professionelle Einschätzung über Al Dschasira bei den Sicherheitsdiensten angefordert. Denn: Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Ägypten fordern seit Ausbruch des Konflikts mit Katar die komplette Schließung des Senders. Mit seinen intensiven Debatten und seinen "Call-in"-Sendungen setzte al-Jazeera neue Massstäbe für eine offenere Gesprächskultur im arabischen Fernsehen - zum Ärger der autoritären Herrscher". Der Kanal gilt als eines der Medien, die 2011 die arabischen Aufstände anfachten. Das al-Jazeera-Büro in Kairo musste geschlossen werden. Zuvor hatte Al-Dschasira die sogenannten "Palästina-Papiere" veröffentlicht: Rund 1600 streng vertrauliche Dokumente über den Friedensprozess mit Israel.

"Zuletzt haben fast alle Länder in unserer Region festgestellt, dass Al-Dschasira Terrorismus unterstützt, religiöse Radikalisierung unterstützt", sagte Kara. Der Sender sei "ein Instrument des Islamischen Staats, der Hamas, der Hisbollah und des Irans".

Niederlande erstmals Fußball-Europameister der Frauen
Dabei war das gar nicht mehr nötig: die Zuschauer im Stadion in Enschede waren schon am Limit - und das Spiel längst entschieden. Nach einem tollen Solo zeigte die dänische Kapitänin Harder ihre ganze Klasse und feierte ihren ersten Turniertreffer.


Al-Jazeera war der erste arabische Sender, der aus dem israelischen Parlament berichtete. Er habe mehr als 3000 Mitarbeiter mit mehr als 70 verschiedenen Nationalitäten. "Der Sender stachelt im Zusammenhang mit dem Tempelberg zu Gewalt an", schrieb Netanjahu auf seiner Facebook-Seite.

Den Korrespondenten des Senders solle die Arbeitserlaubnis in Israel entzogen werden. Kabel- und Satellitenbetreibern sollten die Übertragung der Sendungen von Al-Dschasira stoppen.

Man werde die Entwicklungen nach der israelischen Entscheidung beobachten und notwendige juristische Schritte unternehmen.

Al-Jazeera verurteilt die angekündigten Massnahmen als "undemokratisch" und kündigt rechtliche Schritte an. Die meisten arabischen Zuschauer in Israel empfingen den Sender außerdem über private Satelliten, auf die die Behörden keinen Zugriff hätten.

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