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EZB belässt Leitzins bei null Prozent

EZB belässt Leitzins bei null Prozent

Doch dies schlage sich noch nicht in der Preisentwicklung nieder. Daher sei weiterhin "ein sehr substanzielles Maß" an konjunkturstützender Geldpolitik nötig, sagte der Italiener am Donnerstag in Frankfurt.

Der Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld bleibe bei 0,0 Prozent, teilten die Währungshüter soeben mit. Der Dax weitete seine Gewinne auf 12.534 Zähler aus, was einem Plus von 0,7 Prozent entsprach. Die EZB und die nationalen Notenbanken der Euro-Länder erwerben seit März 2015 Staatsanleihen und andere Wertpapiere - momentan 60 Milliarden Euro pro Monat.

Ein Wermutstropfen ist weiterhin die schwache Teuerung. Die Eurozone erlebe zwar "endlich eine robuste Erholung, worauf wir nur warten müssen, ist, dass die Löhne und Gehälter folgen", sagte der EZB-Präsident. Das Wertpapierkaufprogramm werde noch so lange weiter laufen, bis es eine substanzielle Inflationsbelebung gebe.

Laut Notenbankchef Haruhiko Kuroda ist es trotz aller Geldspritzen noch immer nicht gelungen, bei Firmen und Verbrauchern Konsum- und Investitionslust zu wecken: "Dennoch besteht derzeit keine Notwendigkeit, die Geldpolitik weiter zu lockern", sagte er nach dem Zinsbeschluss. Dann liegen den Währungshütern die neuesten Prognosen der Notenbank zur Entwicklung der Konjunktur und der Teuerungsrate im Euro-Rraum vor. Dann werde man die Lage neu bewerten können. Ein entsprechender, bislang mehrfach wiederholter Passus findet sich in der Stellungnahme zur Zinsentscheidung am Donnerstag erneut.

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Wegen der zuletzt gestiegenen Inflation hatten Experten an die EZB appelliert, von ihrer lockeren Geldpolitik abzurücken. Anfang Juni hatte die EZB erste vorsichtige Hinweise gegeben: Die Wachstumsrisiken für den Euroraum seien "weitgehend ausgeglichen" statt "abwärtsgerichtet", hatte Draghi vor sechs Wochen gesagt. Zudem strich die EZB die Passage zu möglichen weiteren Zinssenkungen.

Mit viel billigem Geld versucht die EZB seit Jahren, der Konjunktur auf die Sprünge zu helfen und die Teuerung anzuheizen.

Die Reaktionen an den Finanzmärkten auf die geldpolitischen Beschlüsse und auf Draghis Äusserungen fielen unterschiedlich aus.

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