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Wieder G20-Krawalle Polizei setzt Wasserwerfer ein - Schanzenviertel wird geräumt

Wieder G20-Krawalle Polizei setzt Wasserwerfer ein - Schanzenviertel wird geräumt

Den ganzen Tag gab es aber auch friedliche Kundgebungen Tausender Gipfelgegner. Die Kehrwagen der Stadtreinigung rücken an - und sie haben viel zu tun. Ein in den sozialen Netzwerken häufig geteilter Filmbeitrag zeigte eine Autofahrt vorbei an brennenden Autos mit Rauchschwaden an vielen Stellen in der Hamburger Innenstadt.

Die Hamburger Polizei setzte Wasserwerfer, Schlagstöcke und Tränengas ein, es gab Verletzte und unübersichtliche Tumulte. Grote hielt es für möglich, dass nach dem offiziellen Ende des Gipfels auch die gewaltbereiten Extremisten schnell abreisen. Es sind hässliche und beängstigende Bilder, die von Hamburg in die Welt gesendet werden, von der Stadt, die sich den Staats- und Regierungschefs der größten Wirtschaftsmächte eigentlich in bestem Licht präsentieren will. Die angestaute Wut über die "brutalen Gewaltexzesse" der Polizei im Verlauf der G20-Demonstrationen habe sich in vielfältigen militanten Aktionen der Demonstranten und in Auseinandersetzungen mit den Einsatzkräften der Polizei entladen, heißt es in einer Presseerklärung. Die Beamten stoppten den Zug kurz nach dem Start und setzten Pfefferspray sowie Wasserwerfer ein.

Die vom Parlamentarier van Aken angeführte Demonstration an richtete sich vor allem gegen Armut, Krieg und die Ursachen von Flucht. "Die Auseinandersetzungen bei der Demonstration "Welcome to Hell" waren eine Eskalation mit Ansage: Es ist offenkundig, dass diese Demonstration nach dem Willen von Polizei und Senat nie laufen sollte", sagte Roland Süß vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. Die Randalierer hatten zunächst mehrere Stunden lang freie Hand, bis die Polizei mit einem massiven Aufgebot samt Spezialeinsatzkräften einrückte.

In Hamburg hat die Polizei in der Nacht zum Samstag mit der Räumung von Straßen begonnen, in denen Barrikaden in Brand gesetzt worden waren.

Aus den Reihen der Demonstranten flogen Flaschen, Feuerwerk wurde gezündet. Immer wieder knallt es an einer anderen Ecke, die Lage ist unübersichtlich. Allein bei der Erstürmung eines Hauses am Beginn der Straße Schulterblatt nahm die Polizei 13 Menschen fest. Die Randale geht weit über das hinaus, was die von den jährlichen 1.

Auch Frankreich will weg vom Verbrenner
WWF-Frankreich-Chef Pascal Canfin äußerte sich jedoch positiv: "Frankreich beschleunigt, und das ist eine gute Nachricht". Nach dem Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen will Frankreich die eigenen Ziele zum Umweltschutz erhöhen.


- "El País": "Systemgegner und Polizei stoßen in Hamburg am Vorabend des G20 zusammen".

"G20: Eine solche Nacht darf sich in unserem Rechtsstaat nicht wiederholen!", twitterte die Gewerkschaft der Polizei (GdP).

Ein Polizeisprecher betonte: "Eine Vermummung in einem Aufzug ist ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz und wird von uns nicht geduldet". Als er unweit des Aufmarschs ein Interview gibt, wird er beworfen und kann sich nur in einen nahe stehenden Rettungswagen flüchten, der ebenfalls angegriffen wird. Dort waren auch Geschäfte zerstört und geplündert worden. "Hier wäre alles voll", sagt Raquel. Denn der ist gerade bei Jamie Watson von einer gegenüberliegenden Boutique.

"Total bekloppt", bilanziert Stephan aus Hamburg. Anmelder Blechschmidt vom Kulturzentrum "Rote Flora" warf Innenbehörde und Verfassungsschutz dennoch vor, "eine massive Kampagne" gegen Demonstranten zu führen. Anschließend sei es zu Plünderungen gekommen, zudem seien Brandsätze und Gasflaschen in ausgeraubte Läden geworfen worden. Hunderte Polizisten, mit Helm, Handschuhen und in jener dunklen Overall-Montur, die getragen wird, wenn nicht der nette Schupo von nebenan gefragt ist, sondern der durchtrainierte Nahkämpfer, der zupacken kann. Er findet gut, dass sich so viele an den Protesten beteiligt haben. Protest gegen G20 eskaliert. Zahlreiche Polizisten hätten bei den Einsätzen gegen Randalierer "ihren Kopf hingehalten". Aber sie seien dann doch losgekommen: "Wir haben heute gegen die Polizei das erste Mal gewonnen am Fischmarkt". Mindestens sechs Beamte wurden verletzt.

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