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Hamburger Polizei äußert sich zu Nachtkrawallen im Schanzenviertel

Hamburger Polizei äußert sich zu Nachtkrawallen im Schanzenviertel

Am Himmel kreist ein Helikoptern mit Suchscheinwerfern.

Trotz massivem Aufgebot und Spezialkräften kann die Polizei in Hamburg eine Eskalation nicht verhindern.

Nach der verheerenden Freitagnacht im Hamburger Schanzenviertel ist die Lage auch am Samstagabend wieder eskaliert.

Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) hatte am Morgen an die Bevölkerung appelliert, sich von Gewalttätern zu distanzieren. "Unterstützt unsere Arbeit und entfernt euch umgehend!" Betroffen waren erneut die Straße Schulterblatt und der Bereich rund um den Neuen Pferdemarkt.

"Es ging eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben der Polizeibeamten aus". Die Polizei habe Erkenntnisse gehabt, dass Gehwegplatten auf Dächern abgelegt und Brandflaschen vorbereitet worden seien. Mit gepanzerten Fahrzeugen wurden Barrikaden weggeschoben, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Die Polizei sprühte auch Tränengas.

13 Personen wurden laut Polizei in einem Haus am Schulterblatt festgenommen. Ein Beamter erlitt bei den Ausschreitungen einen Unterschenkelbruch. Angesichts der Gewaltszenen auf der Straße gab es Kritik daran, das Spitzentreffen der Wirtschaftsmächte in einer Millionenstadt wie Hamburg abzuhalten. Ein Feuerwehrsprecher sagte, die Demonstranten hätten eigene Sanitäter dabei, so dass sie in vielen Fällen nicht auf fremde Hilfe angewiesen seien. Erst nach etwa drei Uhr beruhigte sich die Lage und die beiden Hubschrauber, die die Szenerie stundenlang mit Scheinwerfern aus der Luft ausgeleuchtet hatten, landeten. In dem Viertel fliegen Steine und Flaschen, die Polizei antwortet mit Wasserwerfern. Der S-Bahn-Verkehr nahm unterdessen wieder den Betrieb auf. Mehrere Geschäfte wurden geplündert und Polizisten mit Molotow-Cocktails und Wurfgeschossen angegriffen. Sie seien mit Molotowcocktails und Eisenstangen bewaffnet gewesen.

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Die Polizei geht von rund 1500 Randalierern aus.

Am späten Abend kam es rund um das besetzte Theater Rote Flora, eines der größten Zentren der Autonomen-Szene in Deutschland, zu Krawallen und Ausschreitungen. Zeugen berichteten von Polizisten mit Sturmgewehren.

Nach den schweren Auseinandersetzungen in Hamburg in der Nacht zum Samstag rechnet die Polizei auch am letzten Tag des Treffens der Staats- und Regierungschefs der 20 mächtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) mit einer Fortsetzung der Straßenschlachten.

Gipfelgegner warfen der Polizei vor, bei Räumungen "enthemmte Gewalt" mit Pfefferspray und Wasserwerfern angewandt zu haben. Angesichts der Krawalle hatte die Hamburger Polizei Verstärkung aus anderen Bundesländern angefordert. Zu Verletzungen bei Störern oder Unbeteiligten lagen der Polizei am Freitagabend keine Zahlen vor.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, sie habe Verständnis für friedlichen Protest, aber gewalttätige Demonstrationen brächten "Menschenleben in Gefahr" und seien "nicht zu akzeptieren".

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