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Polizei und Gipfelgegner mit irrer Straßenschlacht

Polizei und Gipfelgegner mit irrer Straßenschlacht

Bei den gewalttätigen Ausschreitungen zum G-20-Gipfel in Hamburg sind am Donnerstagabend Dutzende Menschen verletzt worden. Vermummte warfen Rauchbomben und legten Brände. Sie stoppte den Zug und setzte Pfefferspray sowie mehrere Wasserwerfer ein. Pauli Fischmarkt. Ab 19 Uhr startet die Demonstration dann über Hafenstraße - Helgoländer Allee - Millerntorplatz - Reeperbahn - Holstenstraße - Max-Brauer-Allee - Altonaer Straße - Kleiner Schäferkamp - Beim Schlump - Grindelallee - Edmund-Siemers-Allee - Theodor-Heuss-Platz - Dammtordamm/Dammtorstraße - Valentinskamp - Dragonerstall und Johannes-Brahms-Platz. Bei dem zwölften Gipfeltreffen der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer reisen nicht nur Staats- und Regierungschef an, auch zahlreiche internationale Organisationen sind eingeladen. Die Linksautonomen-Demonstration "Welcome to Hell" hat Teile Hamburgs für Stunden tatsächlich ins Chaos gestürzt. Angeführt wurde er von Polizisten. Kurz nachdem sich der Protestzug vom Fischmarkt aus in Bewegung gesetzt hatte, wurde er von der Polizei deshalb gestoppt. "Rote Flora"-Veteran Andreas Blechschmidt sagt: "Es ist nicht das Ziel der Demo, nach 20 Minuten eine Straßenschlacht mit der Polizei anzuzetteln".

Einsatzkräfte wurden nach eigenen Angaben mit Pyroartikeln und anderen Gegenständen beworfen, die Polizei antwortete mehrfach mit dem Wasserwerfer, z.B.an der Sternbrücke. Mülltonnen und mindestens ein Auto brannten. Die Polizei setzte während und nach der Autonomen-Kundgebung Wasserwerfer ein. Polizeisprecher Timo Zill erklärte, man werde Vermummungen nicht dulden. "Sie haben entsprechend unmittelbaren Zwang angewendet". Eine Sprecherin sagte am Morgen, sie könne keine Zahlen nennen. Polizei und Demonstranten meldeten Verletzte.

Mit einem der größten Einsätze der Hamburger Polizei hatte sich die Hansestadt auf den Gipfel vorbereitet. Er flüchtete sich in einen Rettungswagen und blieb unverletzt.

Verträge verlängert: Regionalliga langfristig bei Sport1
Moderatorin ist Nele Schenker, das Kommentatoren-Team bilden Markus Höhner, Thomas Herrmann und Oliver Forster. Bereits auf den Screenforce Days versprach der Sender ja sieben Stunden Fußball am Stück am Montagabend.


Trotz der massiven Sicherheitsbedenken wurde die Demonstration "Welcome to Hell" ohne weitere Auflagen genehmigt. Schröder berichtete im Deutschlandfunk, nach allem, was er wisse, sei die Gewalt von der Polizei ausgegangen. "Wir sind entsetzt", twitterte ein Behördensprecher. Doch die Polizei ging wie schon am Sonntag bei einem Protestcamp auf der Elbhalbinsel Entenwerder vor und räumte mehrere Zelte der G20-Gegner auf einer Grünfläche im Stadtteil Altona weg. Laut Polizeipräsident Ralf Martin Meyer zogen viele Kleingruppen durch die Stadt und errichteten Barrikaden.

Zwei Streifenwagen wurden nahe des Bahnhofs Altona angegriffen, obwohl Beamte darin saßen. Die Lage sei weiter unübersichtlich.

Die Demo galt als erster Test für das Sicherheitskonzept der Polizei, die aus ganz Deutschland zusammengezogen wurde. Einige Anwohner reagierten besonnen und löschten umgehend, schrieb die Polizei auf Twitter. Die Polizei konnte noch keine Angaben über die möglichen Täter machen. Laut Polizei werden rund 10000 Teilnehmer erwartet, bis zu 8000 davon seien gewaltbereit.

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