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Russland-Affäre: US-Minister Sessions gibt sich ahnungslos

Russland-Affäre: US-Minister Sessions gibt sich ahnungslos

"Es sagt nichts aus, wenn ich auf Ereignissen war, wo der russische Botschafter auch war".

Sessions bei seiner Anhörung am Dienstag vor dem Geheimdienstausschuss des Senats.

Zum Auftakt sagte Sessions, er wolle seine Ehre gegen "verleumderische und falsche Anschuldigungen" verteidigen.

Der Gedanke dahinter geht so: Weil Trump die Russland-Affäre als Hirngespinst der Opposition und vieler Medien empfindet, könnte er sich veranlasst sehen, in das politisch-juristische Getriebe zu greifen und Mueller kaltzustellen. Der Geheimdienstausschuss des US-Senats versucht, unzulässige Vorgänge im US-Präsidentschaftswahlkampf zu erhellen. Inzwischen sollen das FBI, mehrere Kongressausschüsse und ein Sonderermittler klären, ob Russland die Präsidentschaftswahl im vergangenen Jahr zugunsten Trumps beeinflusste und ob es geheime Absprachen zwischen seinem Team und der Regierung in Moskau gab.

Mehr und mehr in den Vordergrund rückt die Frage, ob Trump durch seinen Rausschmiss der FBI-Chefs James Comey versucht hat, Ermittlungen behindern. "Das ist eine widerwärtige und abscheuliche Lüge", sagte er. Comey hatte vergangene Woche ausgesagt, dass Trump damals alle anderen aus dem Zimmer geschickt habe, unter anderem Sessions. Diese Version bringt Trump in den Verdacht, die Justiz behindert zu haben. Er habe Comey danach gesagt, dass Unterredungen zwischen FBI und Weißem Haus stets besonderen Regeln folgten und sehr sorgfältig sein müssten. Fast zwei von drei Amerikanern werfen dem Präsidenten vor, bei der Entlassung von FBI-Chef Comey eigene Interessen im Kopf gehabt zu haben, nicht das Wohl des Landes. Er sei von Trump niemals zu irgendwelchen illegalen Handlungen aufgefordert worden.

Warum und wie oft traf sich Jeff Sessions mit dem russischen Botschafter Sergej Kisljack? Er habe seiner Ansicht nach korrekt auf die Frage nach möglichen Verbindungen zu Russen geantwortet.

Mordvorwurf nach tödlichem Autorennen in Mönchengladbach
Gegen die 22 und 25 Jahre alten Männer dauere aber die Strafverfolgung wegen Straßenverkehrsgefährdung an, erklärte die Polizei. Die Tat vom Freitagabend wird von der Staatsanwaltschaft als Mord bewertet, wie die Ermittler am Montag mitteilten.


Sessions führte aus, es habe "nicht eine unangemessene Sache" während der beiden Treffen mit Kisljak gegeben - auch habe es kein Gespräch unter vier Augen gegeben.

Jeff Sessions berief sich auf Erinnerungslücken, oft drehte und wand er sich. Sessions sagte dazu in der Anhörung, er könne sich an keine Begegnungen mit russischen Regierungsvertretern während dieser Veranstaltung erinnern. "Ich lese das nicht einmal". Die meisten Beobachter gehen allerdings davon aus, dass sich Sessions mit seinen Aussagen zur Russland-Affäre kaum selber belasten wird. Er habe diese Entscheidung aber lediglich getroffen, weil er gemäss den Statuten des Justizministeriums befangen war, weil er Teil von Trumps Wahlkampfteams gewesen war. Das bedeute aber nicht, dass er mauere, sagte Sessions auf ärgerliche Nachfragen demokratischer Senatoren.

Zuletzt hatte es aus dem Umfeld des Präsidenten geheißen, Trump erwäge eine Entlassung von Sonderermittler Mueller. Allerdings waren Comeys Aufzeichnungen nicht als geheim eingestuft.

Als Beispiel für "mangelnde Disziplin" beim FBI führte der Minister Comeys Umgang mit der Affäre um die vorschriftswidrige Handhabung dienstlicher E-Mails durch Ex-Außenministerin Hillary Clinton an.

US-Präsident Donald Trump gerät nun offenbar auch persönlich ins Visier des Sonderermittlers zur Russland-Affäre. Dieses erlaubt es dem Präsidenten, den Mitarbeitern seiner Verwaltung über bestimmte Informationen einen Maulkorb zu verpassen.

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