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Unversöhnliche Positionen in Polit-Krise um Katar

Unversöhnliche Positionen in Polit-Krise um Katar

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wiederum warfen dem Emirat vor, die Stabilität und Sicherheit am Golf zu gefährden. Es sei "so gut zu sehen", dass sein kürzlicher Besuch in Saudi-Arabien "sich bereits auszahlt", schrieb der Präsident via Twitter.

Nach dem Bruch Saudi-Arabiens und anderer arabischer Staaten mit dem Golfnachbarn Katar zeigen sich beide Seiten unversöhnlich. Am Montag brachen die Nachbarländer Saudi-Arabien, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) nicht nur alle diplomatischen Kontakte mit dem Golf-Emirat ab, sondern schlossen auch die Grenzen und stellten den Flugverkehr ein. Die anderen Staaten beschuldigen Katar, Terrororganisationen wie den sunnitischen Islamischen Staat (IS) zu unterstützen. Und wir sehen, dass Katar sich um neue Beziehungen bemüht - insbesondere um ein besseres Verhältnis zu Iran und Russland. Aber das ist nicht die Weltsicht, auf die sich Trump und die Saudis verständigt haben. Der verkauft das Zerwürfnis jetzt als politischen Erfolg. Sie habe auch keinen Einfluss auf die Einsätze des US-Militärs. Katar machte derweil einen Hackerangriff auf die staatliche Nachrichtenagentur KNA für die Krise verantwortlich. Staaten, die Terrorismus unterstützen, liefen eben Gefahr, "dem Bösen zum Opfer fallen, das sie fördern". Ob Privatleute oder der Staatsapparat hinter den "Fake News" stecken sollen, blieb offen.

Bislang ist das lediglich Gegenstand von Spekulationen. Doha habe "bis zu eine Milliarde Dollar" Lösegeld an eine mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verbündete "Terrorgruppe" bezahlt, die im Irak Mitglieder der katarischen Königsfamilie entführte habe, sagte Ägyptens Vize-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Ihab Mustafa.

So ist das Emirat einer der sechs Staaten des Golf-Kooperationsrates (GCC), die in der Terrorabwehr zusammenarbeiten und ein Gegengewicht zum Iran bilden wollen.

Die Äußerungen von Scheich Tamim zu Israel, dem Iran und der Hamas-Bewegung waren ein Grund für den Abbruch der Beziehungen. Dass das Parlament in Ankara den Vertrag nun wenige Tage nach Ausbruch des diplomatischen Konflikts ratifizierte, wurde als Zeichen der Solidarität mit Katar gewertet. Denn: Von den übrigen Nachbarstaaten ist das Land isoliert.

Darauf lassen auch Trumps euphorische Tweets und die darauffolgende Reaktion aus dem Verteidigungsministerium schließen. Tatsächlich befindet sich das US-Kommandozentrum für den Mittleren Osten in der Nähe der Hauptstadt Doha und die längste Start- und Landebahn der Amerikaner in der Golf-Region. Auf der Luftwaffenbasis "Al-Udeid" sind über 10.000 US-Soldaten stationiert.

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US-Präsident Trump bot sich am Mittwoch ebenfalls als Vermittler an. RIAD ZIEHT ZÜGEL AN - SEIT TRUMP Saudi-Arabien tritt seit geraumer Zeit aggressiver auf. Saudi-Arabien habe eine Gelegenheit ergriffen, "Katar eine Lektion zu erteilen", weil es sich durch Trumps Unterstützung gestärkt fühle, meint Bruce Riedel vom der Denkfabrik Brookings. Später war zu hören, wie der König mit Trump über den Krieg in Syrien sprach. Der arabische Nachrichtensender al-Dschasira hat seinen Sitz in Katar. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte die von den arabischen Ländern verhängte Blockade gegen Katar am Dienstag als "nicht gut" bezeichnet.

Dem Versprechen ließ er auch Taten folgen: Am Nachmittag des ersten Tages seiner Visite unterzeichnet Trump eine Absichtserklärung für einen Deal über 110 Milliarden Dollar (knapp 100 Milliarden Euro).

Das Weiße Haus zumindest ruderte im Laufe des Mittwochs zurück.

"Wir alle sind daran interessiert, dass es zu keinen weiteren Eskalationen kommt", sagte der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) nach einem Gespräch mit seinem saudiarabischen Kollegen Adel al-Jubeir in Berlin.

Ob das helfen wird, ist fraglich.

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