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Mays Konservative verpassen absolute Mehrheit

Sie hatte das Amt des Regierungschefs von David Cameron übernommen, der nach dem Brexit-Votum der Briten im vorigen Jahr zurückgetreten war. In den Morgenstunden wird klar: Theresa Mays Konservative haben ihre absolute Mehrheit im britischen Parlament verloren. "Wir haben nicht die absolute Mehrheit erreicht, aber wir haben es trotz der harten Schlagzeilen gut gemacht, und es fühlt sich wie ein großer Sieg an". Seit 1983 sitzt er für den Londoner Wahlkreis Islington North im Unterhaus.

Labour-Chef Jeremy Corbyn spricht in seinem Wahlkreis Islington, den er verteidigt hat. Im aktuellen Parlament haben sie 229 Sitze. "Ich hoffe, dass der harte anti-europäische Kurs, für den May als Premierministerin stand, ein Ende haben wird".

In ihrer Rede vor der Downing Street ging May aber mit keinem Wort darauf ein, was schief gegangen sein könnte und ob man Konsequenzen daraus ziehen müsste. May sagte zwar am Freitag, sie halte an dem Zeitplan fest, aber EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker gibt sich skeptisch.

London Premierministerin Theresa Mays Konservative Partei hat die Wahl in Großbritannien gewonnen. Das teilte ein Regierungssprecher mit. Die Democratic Unionist Party (DUP) kam auf zehn Sitze. Die angezählte Premierministerin will nicht weichen, jedenfalls nicht jetzt - ungeachtet ihrer herben Wahlniederlage. In der Praxis sieht das aber anders aus. Ihre Autorität in der Partei ist auf jeden Fall jetzt sehr geschwächt. "Es stellt die Zukunft von Theresa May in Frage". Die Chancen für eine Koalition der Konservativen mit anderen Parteien ist eher gering, da deren Positionen weit auseinander liegen. Die nordirisch-republikanische Sinn Fein hat 7 Sitze gewonnen, schickt jedoch traditionell keine Abgeordneten nach London. Die Nationalpartei der Schotten mit ihrer Chefin Nicola Sturgeon kommt nur noch auf 34 Sitze. Davidson erklärte, damit sei der Drang zu einem zweiten schottischen Unabhängigkeitsreferendum tot.

Trump sieht sich nach Comeys Aussage "total" rehabilitiert
Comey habe "vieles von dem bestätigt, was ich gesagt habe, und andere Dinge, die er gesagt hat, waren falsch", sagte Trump. Der FBi-Chef hatte am Donnerstag erklärt, er habe entsprechende Aussagen Trumps als "Anweisung" verstanden.


Auf Großbritannien könnten komplizierte Koalitionsverhandlungen zukommen. Dieses Ergebnis ist eine krachende Niederlage für die Premierministerin - und ein unerwarteter Erfolg für Labour-Chef Jeremy Corbyn, den die meisten bereits abgeschrieben hatten.

Grund dafür war die starke Mobilisierung der Corbyn-begeisterten Jugendlichen. Besonders junge Wähler bescherten Corbyn einen Stimmenanteil, der selbst den von Tony Blair bei seinem Wahlsieg 2005 übersteigt. Umfragen sahen Mays Tories damals 24 Prozentpunkte vor der Oppositionspartei Labour.

Schaffen weder Konservative noch Labour eine absolute Mehrheit, müssen sie sich bei einem "hung parliament" mit einer kleineren Partei zusammentun. May, die auf eine stabile parlamentarische Mehrheit als Basis für erfolgreiche Brexit-Verhandlungen gesetzt hatte, sind auch innenpolitische Entwicklungen zum Verhängnis geworden. Den Nachwahlbefragungen zufolge, die mehrere Sender am Donnerstagabend unmittelbar nach Schliessung der Wahllokale veröffentlichten, verloren die Konservativen 16 Sitze. Mit zitternder Stimme erklärte sie in ihrem Wahlkreis Maidenhead im südenglischen Berkshire, Großbritannien brauche "eine Phase der Stabilität".

UKIP holte keinen einzigen Sitz. Obwohl ihm nur Außenseiterchancen eingeräumt worden waren, gewann er mit deutlicher Mehrheit.

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