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"New York Times" Von Trump an Russland weitergeleitete Infos stammen aus Israel

Dass der Präsident dem russischen Außenminister Sergej Lawrow und dessen Statthalter in Washington, Sergej Kisljak, gesteckt hat, was ein mit den USA freundschaftlich verbundener Geheimdienst über die Pläne des Terrorkalifats herausgefunden hat, löste in Sicherheitskreisen weltweit Besorgnis und Entsetzen aus.

Donald Trump steht wegen möglicher Kontakte nach Russland ohnehin unter Druck - jetzt berichten US-Zeitungen, der Präsident habe hochsensible Geheimdienstinformationen an die Russen weitergegeben.

Zwar darf ein Präsident selbst entscheiden, welche Informationen er mit anderen teilt, doch ist das hochgradig unüblich - und könnte im schlimmsten Fall bei Geheimdienstoperationen Leben gefährden.

Hatte es nach dem Rauswurf von FBI-Chef James Comey, immerhin DER Chefermittler, der gegen Trumps Regierungsteam in Sachen Kreml-Gate ermittelt, in der vergangenen Woche noch geheißen, das Handeln Trumps erinnere an das Vorgehen Richard Nixons im Watergate-Skandal, als dieser im Oktober 1973 den Sonderermittler Archibald Cox entließ, heißt es nun, der Geheimdienstverrat sei noch schlimmer als das dunkelste Kapitel der jüngeren US-Geschichte. Es gehe um Fakten über die Versuche von Terroristen des Islamischen Staats (IS), Laptops zu Bomben umzubauen und an Bord von Verkehrsflugzeugen detonieren zu lassen.

Mit seinem Plappermaul hat Trump (70) ausgerechnet US-Erzfeind Russland in die Hände gespielt. Da dürfte Trump ein rauer Wind entgegenwehen, auch wenn er inzwischen seinen Fauxpas über Twitter zugegeben hat. Aus europäischen Sicherheitskreisen verlautete, die Weitergabe von sensiblen Informationen könnte das Vertrauen zwischen den USA und ihren Partnern in der Zusammenarbeit der Geheimdienste dämpfen.

Bei dem Gespräch mit Trump hatte Erdogan darauf gedrungen, dass die USA ihre Unterstützung für die syrische Kurdenmiliz YPG einstellen und den islamischen Prediger Fethullah Gülen ausliefern, der in der Türkei für den gescheiterten Militärputsch vom 15. Juli 2016 verantwortlich gemacht wird. "Es passierte nicht." Außenminister Rex Tillerson erklärte, das fragliche Treffen habe sich um die Terrorismusbekämpfung gedreht.

Landtagswahl in NRW live Hohe Wahlbeteiligung bis zum Mittag
Im bevölkerungsreichsten Bundesland sind noch bis 18.00 Uhr mehr als dreizehn Millionen Menschen zur Stimmabgabe aufgerufen. Sicherlich greift das Erste das Thema auch in der Tagesschau um 20:00 Uhr und in den Tagesthemen um 22:55 Uhr auf.


Trump erklärte, er habe einerseits aus humanitären Erwägungen gehandelt. Nur dass er am Dienstagmorgen nicht mit rabiater Rhetorik in die Offensive ging, wie es sonst seine Art ist, sondern sich gegen eine Lawine an Vorwürfen verteidigen musste. "Der Präsident schuldet der Geheimdienstwelt, den Amerikanern und dem Kongress eine detaillierte Erklärung". Diese sei von Personen bedroht, die illegal geheime Information weiterreichten, nicht durch Trump.

Dem US-Präsidenten ist es per Gesetz nicht verboten, Geheimnisse zu lüften. "Die Geheimdienstoperation gegen das Terror-Kalifat ist gefährdet".

Nach der Weitergabe der Informationen hätten Vertreter des Weissen Hauses Schritte unternommen, um den Schaden einzudämmen, berichtete die Zeitung.

Dass die Informationen nach Darstellung der "New York Times "zumindest zum Teil aus Israel stammen könnten, hat eine besondere Brisanz". Sollte er seinem Charakterzug treu bleiben, und weiterhin seinem Bauchgefühl folgen, dann riskiert der Präsident einen internen Aufstand und einen Massen-Exodus von Figuren wie McMaster. Demokraten verurteilten das scharf, auch von einigen republikanischen Senatoren gab es seltenen Tadel für Trump.

Noch im Wahlkampf war es Trump gewesen, der seiner Rivalin Hillary Clinton unterstellte, durch die Benutzung eines privaten Servers für dienstliche E-Mails die Sicherheit der Nation aufs Spiel gesetzt zu haben. Das Weisse Haus kommt nicht zur Ruhe, das grosse Mundwerk des Präsidenten erweist sich als steter Risikofaktor.

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