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Trump soll Geheiminformationen an Russland gegeben haben

Trump soll Geheiminformationen an Russland gegeben haben

Laut der "Washington Post" soll Trump hochsensibles Geheimdienstmaterial an den russischen Botschafter Sergej Kislyak und den russischen Außenminister Sergej Lawrow bei einem fraglichen Treffen in der vergangenen Woche in Washington weitergegeben haben.

Trumps Problem ist jedoch, dass die Optik des Berichts in der "Washington Post" verheerend ist: Nicht nur steht Moskau am amerikanischen Pranger wegen der vermeintlichen Einmischung in die US-Wahlen, es waren zudem Trump und seine republikanischen Freunde, die während des Wahlkampfs 2016 Hillary Clinton wieder und wieder beschuldigten, schlampig mit vertraulichen Informationen umgegangen zu sein.

Die vertraulichen Informationen hätten die USA von einem Partnerland erhalten, das der Weitergabe an Russland nicht zugestimmt habe. "Während Präsident Trumps Treffen mit Außenminister Lawrow wurde eine breite Palette von Themen angesprochen, darunter gemeinsame Bemühungen und Bedrohungen im Bereich Terrorbekämpfung", hieß es in einem vom Weißen Haus verbreiteten Statement von Außenminister Rex Tillerson, der bei dem Treffen dabei gewesen war.

In der 'Washington Post' heißt es, es handele sich konkret um Informationen über eine mögliche Bedrohung durch IS-Terroristen, die im Zusammenhang mit der Nutzung von Laptops an Bord von Flugzeugen stünden. Die "Washington Post" ergänzte, sie habe entschieden, auf Bitten von US-Regierungsbeamten keine Einzelheiten über diese Bedrohung zu veröffentlichen.

Die brisanten Informationen stammen demnach aus dem inneren Zirkel des Terrornetzwerkes Islamischer Staat.

Doch würde ein solcher Informationsaustausch sicher nicht vom Präsidenten persönlich im Oval Office initiiert. Trump soll auch den Ort genannt haben, von dem aus der "befreundete Geheimdienst" das hochsensible Material zum "Islamischen Staat" gesammelt hatte. Geheimdienstexperten sagten, dies sei extrem gefährlich, weil die Quelle aufgedeckt werden und das gesamte System der Informationsbeschaffung auffliegen könnte.

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Das Weiße Haus versuchte sich in Schadensbegrenzung. McMaster wies in Washington einen Bericht als falsch zurück, demzufolge Trump bei einem Treffen unter anderem mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow Informationen verraten habe.

"Zu keinem Zeitpunkt wurden nachrichtendienstliche Quellen oder Methoden besprochen und keine militärischen Operationen wurden enthüllt, die nicht schon zuvor der Öffentlichkeit bekannt waren", betonte McMaster gegenüber der Zeitung. Der Sicherheitsberater fügte hinzu, es gebe "nichts, das der Präsident ernster nimmt als die Sicherheit des amerikanischen Volkes".

Die Opposition kritisierte Trump scharf. Dem Bericht zufolge, enthielt die US-Regierung diese Information deswegen sogar Verbündeten vor. Der Senator Bob Corker sprach von der "Abwärtsspirale" einer Regierung, die im Chaos versinke.

Momentan scheint es wie nach dem Rauswurf von FBI-Chef Comey zu sein: Im Hintergrund wird geklagt und geraunt, doch offiziell bricht noch kein Republikaner mit Trump oder schliesst sich Forderungen nach einem Sonderermittler an. McMaster dementierte allerdings nicht explizit, dass Trump geheime Informationen preisgegeben haben könnte.

"Er hat keinen Filter: Es geht ins Ohr hinein und aus dem Mund heraus", sagte ein Insider.

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