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Putin empfängt Erdogan in Sotschi

Putin empfängt Erdogan in Sotschi

Das kündigte Präsident Putin nach einem Treffen mit seinem türkischen Amtskollegen Erdogan in Sotschi an.

Das fünfte Treffen zwischen Präsident Erdoğan und Wladimir Putin soll am Mittwoch in Sotschi stattfinden. Dem türkischen Kollegen versicherte er die "Rückkehr zu normaler partnerschaftlicher Zusammenarbeit". Seit sich Erdoğan vor knapp einem Jahr bei Putin für den Abschuss eines russischen Kampfjets im türkisch-syrischen Grenzgebiet entschuldigt hat, sind die Kontakte auf höchster Ebene wieder sehr intensiv. Sie werden schrittweise wieder aufgehoben. Zumal mit dessen Schutzmacht Iran, Russland und die Türkei im Dezember einen Waffenstillstand für Syrien vereinbart hatten. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), das Terrornetzwerk Al-Kaida, aber auch die syrischen Kurden-Milizen YPG bezeichnete Erdogan als "Vampire", die sich "von Blut und Tränen" ernährten. In Syrien wollen sie Schutzzonen einrichten, um ein Ende des Blutvergießens zu erreichen. Darin stimme er mit dem türkischen Präsidenten überein, darüber habe er auch am Vorabend mit US-Präsident Donald Trump gesprochen. Putin betonte jetzt, dass die Beziehungen auf dem alten Stand seien.

Nach Ansicht von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan werden die Schritte der Türkei und Russlands das Schicksal der Region verändern.

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Die Gespräche in Astana laufen zusätzlich zu den unter UN-Vermittlung stattfindenden Syrien-Verhandlungen in Genf. "Wenn es eine Zone der Deeskalation gibt, werden dort unter der Bedingung keine Flugzeuge im Einsatz sein, dass von diesen Zonen keine militärische Aktivität mehr ausgeht", sagte Putin. Noch angespannter wirkte das Verhältnis zwischen den beiden Staatschefs, als Journalisten nach einer Einflussnahme auf den deutschen Wahlkampf fragten: Putin meinte dazu, Russland mische sich nicht in politische Prozesse anderer Länder ein und wolle auch nicht, dass andere Länder das in Russland machen - obwohl er das leider beobachten müsse, dass genau das geschieht. Nach Kreml-Angaben hat Putin Trump zur Zurückhaltung in der Nordkorea-Krise aufgefordert. Sie habe die "dringende Bitte" an Putin ausgesprochen, "alles zu tun, um diesen Waffenstillstand hinzubekommen", sagte Merkel. Zunächst soll die Einfuhr von russischem Weizen erlaubt werden, Tomaten aus der Türkei stehen jedoch weiter auf der Verbotsliste. Auch die wirtschaftlichen Beziehungen scheinen sich zu entspannen: Russische Touristen kommen wieder vermehrt in die beliebten Urlaubsziele, für Türken könnte es Visa-Erleichterungen geben.

Putin sagte, sein Vorschlag für Deeskalationszonen werde von der US-Regierung unterstützt - "soweit ich das weiß". Eine klare Anspielung, dass auch die Rebellen und ihre russischen Unterstützer für das Stocken des Friedensprozesses verantwortlich sind. "Seit dem Untergang der Sowjetunion hat es beim russischen Regime einen massiven Ideologie-Wechsel gegeben", stellt der Russland-Kenner Walter Laqueur in seinem Buch "Putinismus" fest.

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