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Russland betont Bereitschaft zum Dialog mit USA

Russland betont Bereitschaft zum Dialog mit USA

Ein solcher Vorgang dürfe sich nicht wiederholen, sagte Lawrow bei seinem Treffen mit Tillerson. Diese Behauptung ist durch keinerlei objektiv überprüfbare Beweise von Washington belegt worden. Bei dem Angriff waren etwa 90 Personen getötet worden. Laut Tillerson hat die syrische Regierung in dem Bürgerkrieg bislang rund 50 mal Chemiewaffen einsetzen lassen. "Wir sind davon überzeugt".

Vor der Präsidentenwahl 2016 gab es rätselhafte Hackerangriffe gegen die demokratische Kandidatin Hillary Clinton, russische Stellungnahmen für Trump, merkwürdige Kontakte seines Teams nach Moskau. Er sagte, Moskau werde die "falsche Wahl: ‚Entweder ihr seid mit uns, oder gegen uns'" nicht akzeptieren.

Die USA hatten in der Nacht zum Freitag als Vergeltung für den mutmaßlichen Giftgasangriff in Khan Sheikhoun mit dutzenden Toten einen syrischen Luftwaffenstützpunkt angegriffen. Er hätte den mutmaßlichen Giftgaseinsatz aufs Schärfste verurteilt und Assad dazu verpflichtet, internationalen Ermittlern Zugang zu den betroffenen Regionen zu gewähren. Der Militärschlag gegen Syrien sei rechtswidrig und es sei wichtig, dass sich so etwas nicht wiederhole.

BeirutRussland, Syrien und der Iran haben die USA vor neuen Angriffen auf Syrien gewarnt.

Die EU-Außenminister sagen NEIN zu Assad.

An positive Beispiele, bei denen ein Diktator gestürzt wurde und alles wie am Schnürchen lief, kann ich mich nicht erinnern.

Am Mittwochmorgen äußerten sich der amerikanische und der russische Präsident in einer Weise, die die zunehmenden Spannungen reflektierte. Wollte Russland Unruhe stiften, gar Trump zur Macht verhelfen? Russland müsse aber seine Unterstützung für Assad beenden, und der Iran müsse aufhören, "Öl ins Feuer dieses Krieges zu gießen".

Chan Schaichun: Experten bestätigen Einsatz von Giftgas
In einigen Tagen werde die Regierung Informationen dazu veröffentlichen, sagte Außenminister Jean-Marc Ayrault in Paris. Die Ergebnisse decken sich mit dem, was türkische und britische Analysen zu dem Vorfall ergeben haben.


Schon vor dem Treffen mit Tillerson hatte Russlands Präsident Wladimir Putin für einen Klimasturz gesorgt. Die Regierungen in Moskau und Damaskus haben die Vorwürfe des Westens zurückgewiesen.

Was die USA für eine russische Abkehr von Assad anzubieten haben, ließ der einstige Ölmanager Tillerson allerdings auch am Mittwoch nicht genau erkennen.

Die Beziehungen zwischen den USA und Russland sind so schlecht wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Zudem kündigte Lawrow die Bereitschaft von Präsident Wladimir Putin an, die Zusammenarbeit mit den USA im syrischen Luftraum wieder aufzunehmen. Am Mittwoch treffen beide erstmals länger aufeinander. Das russische Außenministeriums hatte daraufhin erklärt, es betrachte Tillersons Äußerungen nicht als Ultimatum, sondern als "Muskelspiel" vor dem Beginn der Verhandlungen.

Tillerson unterstrich eine Gemeinsamkeit: "Wir glauben beide an ein ungeteiltes und stabiles Syrien". Der als kremlnah geltende Experte Fjodor Lukjanow analysiert: "Jetzt ist klar, dass Amerika unter Trump dort (in Syrien) eine entscheidende Rolle spielen will, doch es ist absolut unklar, wie es dort vorgehen will". Der Syrien-Konflikt sollte im Gespräch mit Russland gelöst werden, sagten sie.

Die Beziehungen zwischen Russland und den USA sind auch nach Darstellung Moskaus auf einem Tiefpunkt. Doch beide verhehlten bei allen freundlichen Worten nicht: Beim Thema Syrien ist man sich alles andere als einig. Drei weitere, darunter China, enthielten sich. "Woher wissen Sie das alles?" Ob es ihnen gemeinsam gelingt, Syrien den Frieden zu bringen - mehr als fraglich. Es sollte der erste Schritt werden auf dem Weg zu besseren Beziehungen. Assad bezeichnete er als "ein Tier". Und überhaupt seien aus Washington in den ersten Wochen unter Trump sehr widersprüchliche Signale gekommen. Diese Allianz diene aber nicht den Interessen Russlands, kritisierte Tillerson. Die US-Armee stellt einen großen Teil dieser Truppen. Russland fürchtet um seine Großmachtstellung. Sie werden sechs weitere russische Kriegs- und Versorgungsschiffe verstärken, die bereits vor der syrischen Küste operieren.

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