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Kein Beweis für Beteiligung von Festgenommenem an Anschlag

Der Iraker war gestern im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Mannschaftsbus der Fußballmannschaft von Borussia Dortmund vorläufig festgenommen worden. Der Generalbundesanwalt ging am Donnerstag von einem terroristischen Hintergrund aus.

"Die Sprengkraft war enorm", sagte der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger.

Ermittler suchen auch an diesem Donnerstag weiter nach Erklärungen und Hintergründe für den Anschlag auf die Mannschaft von Bundesligist Borussia Dortmund. Er soll im Irak eine Einheit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeführt haben. Er soll auch selbst gekämpft haben. Er soll sich spätestens 2014 im Irak dem IS angeschlossen und eine Terroreinheit geleitet haben.

Die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft würden auch über die Ostertage intensiv fortgesetzt, sagte Behördensprecherin Frauke Köhler am Freitag. Der spanische Verteidiger Marc Bartra und ein Polizist wurden verletzt.

Die Täter seien nicht gefasst und hätten weitere Anschläge angekündigt, sagte der Minister. "Das nehmen wir sehr ernst", sagte der Minister.

Das BVB-Team war am Dienstag auf den Weg zum Champions-League-Heimspiel gegen den AS Monaco, dass dann am Mittwochabend nachgeholt wurde. Der Unbekannte habe aber möglicherweise Fehler eingebaut, um so zu tun, als habe ein Ausländer die Zeilen geschrieben. Die Bundesanwaltschaft kommunizierte, die Beantragung eines Haftbefehls werde geprüft.

Wir hatten das Gefühl, behandelt zu werden, als wäre eine Bierdose an unseren Bus geflogen.

Hinrichtungen in Arkansas zunächst verschoben
Gegner planen für den Karfreitag eine Kundgebung mit Hunderten Teilnehmern gegen die Hinrichtungen, die am Montag beginnen sollen. Zuvor hatte es in sozialen Medien wachsende Empörung über die beispiellosen Pläne des südlichen konservativen Staats gegeben.


Der europäische Fußballverband wies die Vorwürfe am Mittwoch zurück.

Sicherheitskreise sprechen von einem für Islamisten eher untypischen Vorgehen. Aufgabe seiner Einheit war es demnach, Entführungen, Verschleppungen, Erpressungen und auch Tötungen vorzubereiten. Die Wohnung des 28-jährigen Deutschen soll ebenso durchsucht worden sein. In der laufenden Saison dürfte der 26-jährige Teamkollege des Schweizer Goalies Roman Bürki voraussichtlich nicht mehr zum Einsatz kommen. Die beiden festgenommenen Männer haben laut der Bundesanwaltschaft doch nichts mit den Explosionen zu tun. Aber die Ermittlungen hätten "bislang keinen Beleg dafür ergeben", dass er an dem Anschlag beteiligt gewesen sei, teilte die Bundesanwaltschaft mit.

Die Ermittler werden nun versuchen, Schlüsse aus den drei gleichlautenden Bekennerschreiben zu ziehen, die die Polizei am Tatort gefunden hatte. Dort wird der Abzug von Tornado-Kampfflugzeugen der Bundeswehr aus Syrien und die Schließung des US-Luftwaffenstützpunktes Ramstein gefordert - derartige Forderungen seien für den IS untypisch. "Der IS verhandelt nicht", sagte Freier.

Große Fragen werfen jedoch auch weiterhin unterschiedliche Bekennerschreiben auf. In der Vergangenheit habe der IS bei Anschlägen am Tatort nie Bekennerschreiben hinterlassen.

Das berichteten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" am Freitag.

- Wer sind die Täter? Ermittelt wird in Richtung Links- und Rechtsextremismus ebenso wie in Richtung Islamismus oder Allgemeinkriminalität. Gegen den 26-Jährigen Iraker wurde trotzdem Haftbefehl erlassen. Ebenfalls 42 Prozent gaben bei der am Mittwoch vorgenommenen repräsentativen Befragung an, in ihrem Alltag verstärkt auf verdächtig aussehende Menschen und Gegenstände zu achten.

- Was wurde in den Wohnungen der zunächst Verdächtigen gefunden? Mit der Preisgabe von Details hielt sich die Bundesanwaltschaft zurück, abgesehen von einigen Bemerkungen zu den Spreng- sätzen. Die Sprengsätze jedenfalls waren professionell gebaut.

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