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Bereitschaft zur Aufnahme von Flüchtlingen sinkt

Bereitschaft zur Aufnahme von Flüchtlingen sinkt

Die meisten Deutschen heißen Migranten aber weiter willkommen.

Das Wort ist so in der deutschen Kultur verwurzelt, dass auch Publikationen wie die britische Tageszeitung "Guardian" und die angesehene englischsprachige Zeitschrift "Economist" es in seiner deutschen Form verwenden. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Studie der Bertelsmann-Stiftung auf Grundlage einer Emnid-Umfrage, die am Freitag veröffentlicht wurde. Die Willkommenskultur in Deutschland hat ihren ersten großen "Stresstest" bestanden, aber deutliche Kratzer abbekommen.

Allerdings verändert sich die Stimmung, nachdem rund 1,2 Millionen Flüchtlinge aufgenommen wurden.

Methodik: Die Studie erstellte das Bielefelder Meinungsforschungsinstitut Kantar Emnid im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Nach dieser befürwortet eine Mehrheit der Bevölkerung die Aufnahme von Flüchtlingen, einen dauerhaften Aufenthalt aber lehnen demzufolge viele ab. Der Hintergedanke für diese Art der Fragestellung: Experten hatten befürchtet, dass sich Teilnehmer selbst als toleranter bezeichnen würden, als sie tatsächlich sind, um nicht verurteilt zu werden - das Problem der sozialen Erwünschtheit.

Die Deutschen präsentieren sich als eine offene und gereifte Einwanderungsgesellschaft.

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Merkel sagte, seit 2015 habe sich viel getan und verbessert, auch wenn im Einzelnen noch Aufgaben blieben.

Die Lage in der Bevölkerung ist nach Meinung der Befragten aber längst nicht so eindeutig.

Doch von 2.000 zur Willkommenskultur Befragten gaben nur noch 59 Prozent an, dass Flüchtlinge willkommen seien. Hier sehen 70 Prozent eine offene Gesellschaft. Der Studie zufolge ist die Skepsis gegenüber einer weiteren Aufnahme von Flüchtlingen im Osten größer als im Westen. "Für mich ist das Glas eher halb voll als halb leer", sagt Angela Merkel, als sie ehrenamtliche Flüchtlingshelfer im Kanzleramt empfängt, ihnen für ihren Einsatz dankt und die Botschaft sendet, Deutschland habe bei der Bewältigung der Krise Enormes geleistet. 54 Prozent geben an, es sei eine Belastungsgrenze erreicht - vor zwei Jahren waren es 40 Prozent. 2017 hat sich das Verhältnis umgekehrt: Nur noch 37 Prozent sagen, Deutschland sollte mehr Flüchtlinge aufnehmen. Auch die Kanzlerin mahnte die Hilfsbereitschaft der anderen Europäer an.

Und noch etwas hat sich in den letzten zwei Jahren verschoben: Immer mehr Deutsche sind der Umfrage zufolge überzeugt, dass Flüchtlinge innerhalb der EU faire nach Kriterien wie Wirtschaftskraft und Bevölkerung verteilt werden sollten. Viele wünschen sich demnach eine gleichmäßigere Verteilung der Menschen in Europa.

Eine ausgeprägte Willkommenskultur hat in Deutschland noch keine lange Tradition. "Die Menschen antworten nicht mehr aus der Betroffenheit heraus", sagt Kober zum Ergebnis der Studie. Die Forscher aus Gütersloh haben dazu eine Umfrage von Anfang des Jahres ausgewertet und mit Zahlen von 2012 und 2015 verglichen. Kober glaubt, es liege unter anderem an der Zusammensetzung der verschiedenen Altersgruppen. Er sei positiv überrascht, dass viele Menschen, die bis 2015 nichts mit Flüchtlingen zu tun hatten, jetzt immer noch aktiv dabei seien, sagte Sprecher Bernd Mesovic dem Evangelischen Pressedienst (epd).

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